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Für Herbst Winter 2020 fand Alessandro Michele Inspiration im Buch „Psychopts“. Christopher Wool illustriert darin Wortpaare des Punk-Musikers Richard Hell, die auf Verwechselungen beruhen. Alessandro Michele hat diese auf T-Shirts gedruckt.
Lesen Sie die Story von Willy Ndatira oder hören Sie den Podcast mit Richard Hellhier. 
Wenn wir Wörter falsch lesen, sorgt das nicht selten für Erheiterung. Manchmal veranlasst es uns aber auch, zu überlegen, was dieser „Freudsche Verleser“ wohl über uns aussagt. Richard Hell hat seine Lesefehler in Kunst verwandelt: die „Psychopts“. Seine Wortschöpfung ist eine Verbindung aus „Psyche“ und „optisch“. Vier dieser Psychopts hat Guccis Kreativdirektor Alessandro Michele für eine gemeinsame Kollektion ausgewählt und bei der Gucci Herbst Winter 2020 Modenschau für Herren in Mailand vorgestellt. Richard Hell und Gucci erinnern uns damit an die Bedeutung von Wörtern im Informationszeitalter. Ob parteipolitische Slogans, Kommentare in den sozialen Medien oder Verschwörungstheorien: Wörter prägen die Gedanken und auch das Verhalten. Diese Macht müssen wir uns gerade in Krisenzeiten vor Augen halten. Der Dadaismus war eine künstlerische Bewegung, die während des Ersten Weltkriegs in Zürich entstand und Sprache als zentrales Element der Vernunft sah. Die Dadaisten wollten die Grundstrukturen einer vermeintlich vernünftigen und wohlgeordneten Gesellschaft auflösen, die zu einem verheerenden Krieg geführt hatten. Regeln werden in Sprache gefasst. Das Spielen mit Wörtern und Syntax ist daher als Akt der Unterwanderung zu verstehen. Mit Wortspielen, Mehrdeutigkeiten sowie experimenteller Poesie und Prosa wollten Dadaisten das geschriebene und gesprochene Wort von den Konventionen der Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung befreien. Manche Künstler verwandelten Wörter und Buchstaben in abstrakte Formen und machten sie dadurch bewusst unlesbar. Derartige Experimente sollten die willkürliche Beziehung zwischen einem Wort und seiner Bedeutung offenlegen. Der Schriftsteller William Burroughs bezeichnete die Sprache als Virus und nutzte für seine Experimente die so genannte Cut-up-Technik: Er schnitt Passagen aus eigenen Werken sowie aus Werken anderer Autoren heraus und setzte sie willkürlich neu zusammen, um Texte oder Gedichte zu erschaffen. Burroughs war im Jahr 1959 in Paris durch den Maler Brion Gysin, erstmals mit der Cut-up-Technik in Berührung gekommen. Die „Cut-ups“ wurden vom dadaistischen Dichter Tristan Tzara als Dekonstruktion eines Primärtexts erschaffen: Willkürlich wurden einzelne Wörter und Sätze herausgeschnitten und zu neuen Texten zusammengefügt. Durch der Herauslösen und die ungewohnte Verbindung einzelner Elemente erhält Sprache eine neue Bedeutung, die auf chaotischer Intuition und ungehinderter Kreativität beruht. In der Musik kennen wir das als Sampling. Vielleicht könnte man die Lesefehler von Richard Hell auch einfach als Freudsche Fehler bezeichnen. In einem Artikel in der Zeitschrift Psychology Today nennt die Schriftstellerin Jena Pincott eine Rate von 1–2 Fehlern pro 1.000 gesprochene Wörter. Richard Hell entschied sich, seine Fehler festzuhalten und eine Verbindung zwischen den beiden Wörtern herzustellen. Dies ist eines der Themen dieses Podcasts. Richard Lester Meyers, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Richard Hell, ist ein amerikanischer Sänger, Songwriter, Bassist und Schriftsteller. Er zog im Alter von 17 Jahren nach New York City, um Dichter zu werden. Mit der Präsentation der Gucci Herbst Winter 2020 Kollektion für Herren erlebte er seine erste Modenschau; für Alessandro Michele war sie die Rückkehr zur Herrenmode. Dieses Gemeinschaftsprojekt erinnert uns an die Macht der Worte und der Kunst. Willy Ndatira @williamcult
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Eine Story und ein Podcast über Wortbilder im Buch „Psychopts“ von Richard Hell und Christopher Wool. Die Macht der Worte und der Kunst
 

Eine Story und ein Podcast über Wortbilder im Buch „Psychopts“ von Richard Hell und Christopher Wool. Die Macht der Worte und der Kunst
  • Richard Hell and Katherine Faw
Eine Story und ein Podcast über Wortbilder im Buch „Psychopts“ von Richard Hell und Christopher Wool. Die Macht der Worte und der Kunst
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