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Nourie Flayhan, die für Gucci Beauty eine Reihe von Kunstwerken mit imaginären Charakteren in deren Zuhause schuf, erzählt in einem Interview von ihrem künstlerischen Werdegang und der Inspiration, die Erzählweise von Geschichten über farbige Frauen mit arabischen Wurzeln verändern zu wollen.
Erzählen Sie uns von Ihrer Kunst. Woher nehmen Sie die Inspiration für Ihre Illustrationen?
Die farbigen Frauen, die Diaspora, in der ich aufgewachsen bin, und die fehlende Darstellung in den Medien, Büchern und Zeitschriften haben mich immer inspiriert. Ich habe mich selbst nie in ihnen gesehen und konnte mich nie damit identifizieren. Als jemand, der in einem Land lebte und aufwuchs, das nicht mein Heimatland war, fühlte ich mich immer in der Gemeinschaft der Diasporakinder zu Hause, die sich vertrieben fühlten und/oder ihre Heimatländer für eine bessere Zukunft verlassen mussten. Meine Eltern haben den Libanon wegen der Kriege verlassen, die das Land gespalten haben. Sie wollten einen Ort finden, der uns ein Gefühl der Stabilität vermittelt und Möglichkeiten bietet, die uns in unserem Land zu jener Zeit verwehrt blieben. Mich haben die Geschichten, die um mich herum passierten, immer inspiriert. Ich versprach meinem jüngeren Ich, dass ich die Darstellung eines Tages durch meine Illustrationen in den Fokus rücken würde – durch Bilder, die ich gerne mit anderen arabischen Mädchen/Diasporakindern gesehen hätte, als ich aufwuchs. Ich nutze meine Stimme, um die Geschichten zu teilen, die über unsere Gemeinschaften erzählt werden müssen, und um Gespräche über Themen anzuregen, die in unseren Kulturen tabu zu sein scheinen oder über die in unseren überholten Gesellschaftsstrukturen oder patriarchalischen Systemen nicht gesprochen werden darf.

Wie hat Ihre Erziehung Ihre Kunst geprägt?
In meiner Kindheit hatte ich nie wirklich das Gefühl, zu einem bestimmten Ort zu gehören. Ich wusste nicht, wo mein Zuhause war, aber ich fühlte mich mit den Diasporagemeinschaften und später auch wieder mit dem Libanon verbunden, wo ich ursprünglich herkomme. Ich wollte natürlich die Vorstellung von Heimat erforschen und mit anderen teilen. Es war ein Prozess, wie das Herausziehen der Blütenblätter einer Damaszener-Rose, um zum verborgenen Mittelpunkt zu gelangen. Kunst war in meiner engsten Familie eine wichtige Ausdrucksform und daher fast die erste Art, wie ich mich verständigte. Meine Mutter war eine kreative Frau und zog uns in einem sehr künstlerischen und experimentellen Haushalt auf. Überraschenderweise wurde ich an der Londoner University of the Arts angenommen, wo man mich dazu ermutigte, zu meinen Wurzeln zurückzukehren und meine Identität wiederzuentdecken, nachdem ich das Gefühl hatte, dass sie mir genommen wurde, weil ich mich anpassen wollte. Ich wollte die Erzählweise von Geschichten über Menschen mit arabischen Wurzeln und farbige Frauen verändern. Ich wollte anfangen, unsere Geschichten so zu schreiben, wie sie erzählt werden sollten. Es ist eine ziemlich lange Reise, die sich ständig verändert und mir immer wieder Wege für neue Entdeckungen eröffnet. Meine Verwandten hielten nicht viel von Kunst und unterstützten mich kaum bei meiner Entscheidung, visuelles Design in London, weit weg von zu Hause, zu studieren. Einige verstehen nach wie vor nicht, was ich mache, aber die Unterstützung meiner Eltern und Brüder und das Versprechen, das ich meinem jüngeren Ich gegeben habe, treiben mich an.

Welchen Einfluss hatten die Ereignisse 2020 auf Ihre Werke?
Dieses Jahr war wirklich ereignisreich und ich denke, niemand wird es so schnell vergessen. Mein Heimatland, der Libanon, war das Zentrum einer Revolution, die mir die Möglichkeit gab, wieder eine tiefere Bindung aufzubauen. In vielen meiner Kunstwerke ging es darum, auf die Situation aufmerksam zu machen und die Geschichten der Menschen zu verbreiten, die vor Ort waren und versuchten, ihr Land von der Korruption zurückzuerobern. Darauf folgte eine Reihe von Ereignissen, die sich in den kommenden Tagen und Monaten abspielten und die mich dazu bewegten, meine Stimme und die sozialen Medien zu nutzen, um die Geschichten anhand meiner Illustrationen zu erzählen, wobei ich mich auf die Frauenrechte in unserer Region, den Klimawandel, die psychische Gesundheit und natürlich die Covid-19-Pandemie konzentrierte. Es ist immer wichtig, Gespräche über den Wandel, den wir spüren und erleben, anzustoßen, aber gleichzeitig versuche ich auch, selbst in diesen dunklen Tagen Licht in meine Kunst zu bringen, und manchmal nutze ich meine poetische Seite, um Wärme und Hoffnung mit anderen zu teilen.
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