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 Die Farbbezeichnungen von Lippenstiften inspirierten Shaquille-Aaron Keith zu einer Sammlung von Gedichten, die in einer Videoreihe in Zusammenarbeit mit dem Beauty Papers Magazine erscheinen. Mit uns spricht der Künstler über seine Werke.
Wann hast du mit dem Schreiben begonnen und warum?
Ich habe schon als Teenager oft geschrieben. Meine Mutter hat mich immer ermutigt, viel zu lesen, indem sie mir Werke von Shakespeare kaufte, und auch in der Schule war Literatur eines meiner Lieblingsfächer, also bin ich damit aufgewachsen. Allerdings habe ich mit 14–16 eher unwichtige Sachen geschrieben. Mir ging es vor allem darum, Mädchen zu beeindrucken. Ein paar Jahre später – ich hatte schon länger nichts mehr geschrieben – war ich in einer Beziehung und alles lief gut. Aber dann war da dieses andere Mädchen, eigentlich nur eine Freundin, die sich aus Eifersucht immer wieder in unsere Beziehung einmischte, indem sie mit mir flirtete, was meine damalige Partnerin sehr irritierte. Letztendlich war das der Anfang vom Ende und führte schließlich zur Trennung.
 
Ich war so unglücklich und aufgebracht, dass ich ihr voller Wut einen Brief schrieb. Ich wusste nicht, wie ich sonst mit ihr reden sollte, ohne dabei wütend zu klingen. Ich habe ihn nie abgeschickt, aber eines Tages fand ihn ein Freund und sagte, er klinge wie ein Gedicht. Ich hatte sogar den Namen dieser Freundin durch das Wort „poison“ – Gift – ersetzt. Also jedes Mal, wenn ihr Name auftauchte, stand da „Gift“. Mein Freund meinte, ich solle anfangen, Gedichte zu schreiben. Zuerst war ich mir unsicher, aber ich merkte, dass es mir half, meine Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Und je mehr ich mit meinen Freunden darüber sprach, desto klarer wurde mir, dass es vielen Menschen da draußen so ging wie mir. Damit fing es dann richtig an.
 
Was hat dich zu den Gedichten für diese Videoreihe inspiriert?
Wenn ich Gedichte schreibe, möchte ich, dass andere das fühlen, was ich fühle. Ich möchte, dass sie sich in mich hineinversetzen können und gleichzeitig merken, dass auch ich mich in sie hineinversetzen kann. Bei den Gedichten für diese Kollaboration habe ich zum Beispiel Erfahrungen aus dem echten Leben genutzt, um über die Farben der Lippenstifte zu sprechen. Wenn man die Gedichte im Detail betrachtet, sind es mehr als nur Worte. Sie haben eine Botschaft. In „I Dream Too Much“ spreche ich darüber, dass die gesellschaftliche Wahrnehmung nicht so verdorben ist und einem jungen König nicht die Krone nehmen kann. Damit meine ich mich und meinen Traum von der Vorstellung, die Gesellschaft würde Minderheiten wie die schwarze Community nicht länger dämonisieren und die angesprochene Krone – unser Stolz – könne nicht mehr gebrochen werden. Dasselbe gilt für die Zeile „Die Königin arbeitet hart und bekommt, was sie verdient, getreu dem, was in den Sprichwörtern geschrieben steht“. Hier geht es um die Unterdrückung von Frauen und darum, dass die Gesellschaft, vor allem Männer, aufhören müssen, Frauen herabzusetzen. Die Gesellschaft muss anfangen, Wertschätzung und Gleichberechtigung zu demonstrieren, vor allem am Arbeitsplatz und im Sport, wo der Status von Frauen konstant untergraben und infrage gestellt wird. Ich habe mich von den Farben dieser Kampagne und ihren Namen inspirieren lassen und dabei versucht, mir selbst treu zu bleiben.
 
Welche Gefühle wolltest du vermitteln?
Ich bin mir nicht bei allen Gedichten sicher, welche Gefühle ich vermitteln wollte, aber ich weiß, dass mich einige Gefühle inspiriert haben. Ich glaube, die direkteste Empfindung, die ich einfangen wollte, findet sich in „Love Before Breakfast“ wieder. Hier schreibe ich aus der Perspektive von jemandem, der morgens neben der Person aufwacht, die er liebt, sozusagen kurz vor dem Frühstück. Dieses Gefühl, morgens als Erstes diesen anderen Menschen zu sehen, der nur wenige Zentimeter von dir entfernt liegt, ist einfach unersetzlich. Mir ging es darum, ein Gefühl irgendwo zwischen Nostalgie und Verliebtsein hervorzurufen. So ähnlich war es auch bei „Goldie Red“, wobei es hier mehr um Leidenschaft und Intimität geht. Die Farben und die Tatsache, dass es sich um Lippenstifte handelt, lassen mich an Schönheit, Intimität und Poesie denken, die durch die Seelen der Lebenden in Bewegung sind. „I Dream Too Much“ ist das komplette Gegenteil, denn dieses Gedicht dreht sich um das wahre Leben und ist eine Erinnerung daran, dass das Leben stets eine bittersüße Note hat.
 
Du teilst viele deiner Kunstwerke und Gedichte auf deinen Social-Media-Seiten. Welche Rolle spielen diese Plattformen für dich als Künstler?
Meine Werke in den sozialen Medien zu teilen, ist mir wichtig. Dort habe ich eine Community und einen geschützten Ort geschaffen, um anderen meine Kunst zugänglich zu machen. Zwar sind meine Werke ein Teil von mir, aber ich schreibe sie für die Menschen, also sollten sie sie auch sehen können. Natürlich kenne ich nicht jeden, der mir folgt, aber wenn ich meine Arbeit veröffentliche und meine Community ihre Gedanken äußert, vor allem ihre Dankbarkeit, dann bringt uns das ein Stück näher. Ich sage auch bewusst „Community“ und nicht „Follower“, denn ich möchte daran glauben, dass es auf meiner Plattform um etwas Persönlicheres geht. Und in unserer Generation ist Social Media nun mal ein großes Ding, und dieses Ding kann dein Leben verändern, wenn du weißt, wie du richtig damit umgehst. Außerdem ist es ein Ort, um gesehen zu werden, und ein Ort, der die Welt ein bisschen kleiner macht. Deshalb denke ich, dass die sozialen Netzwerke für Künstler und jeden anderen gut geeignet sind, um sich selbst zu präsentieren. Und sie sind eine nützliche Plattform, wenn man ein Talent hat oder etwas Wichtiges zu sagen hat. 
 
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Ein Interview mit Shaquille-Aaron Keith, der zum Tag des Lippenstifts Gedichte für eine Videoreihe mit dem Beauty Papers Magazine verfasst hat.Der Lippenleser
 

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