Cindy Sherman: Frühwerke
10. Januar 2013 – 9. Juni 2013
Das Gucci Museo freut sich, eine Ausstellung mit frühen Werken der amerikanischen Künstlerin Cindy Sherman zu präsentieren. Die Arbeiten der von Francesca Amfitheatrof kuratierten Schau stammen von ARTIS (Pinault Group).
Cindy Sherman ist eine Vorreiterin im Bereich der künstlerischen Fotografie. Sie portraitiert als Darstellerin und Regisseurin Charaktere, die mithilfe von Make-Up und Kostümen von Objekten zu Subjekten werden und so ihre Lebensgeschichte erzählen. Nach ihrem Universitätsabschluss in Buffalo (1976) hat Sherman gemeinsam mit einer Gruppe von Künstlern das Kunstzentrum ‚Hallwalls’ konzipiert. Ein Jahr lang erschuf die eingeschworene Gruppe dort Kunstwerke und organisierte zahlreiche Ausstellungen.
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Das Gucci Museo freut sich, drei Arbeiten aus dieser enorm wichtigen und
prägenden Zeit präsentieren zu können: Murder Mystery (1976), Bus
Riders (1976) und Doll Clothes (1975). Murder Mystery und Bus Riders
sind nach der Ausstellung in ‚Hallwalls’ komplett zerstört worden. Im
Jahr 2000 hat Sherman die Werke als komplette Serie neu gedruckt – ein
Vorgang, durch den ihre faszinierende Arbeitstechnik offenbar
wird.
Murder Mystery People 1976-2000 beleuchtet anhand einer fiktiven Kriminalfilmhandlung stereotype Charaktere. Die Geschichte spielt in den 1930er Jahren und handelt von einer ehemaligen Schauspielerin, die sich in einen Filmregisseur verliebt. Die Unmittelbarkeit der Fotografien zeigt die Charaktere in einer Mischung aus Freude, Grausamkeit und Humor. Das ursprüngliche Kunstwerk wurde als 82 Szenen umfassendes Storyboard inszeniert, das wie ein kurzer Film im Ausstellungsbereich positioniert wurde. Im Jahr 2000 hat Sherman von 17 ihrer Charaktere neue Schwarz-Weiß-Abzüge angefertigt.
Murder Mystery People 1976-2000 beleuchtet anhand einer fiktiven Kriminalfilmhandlung stereotype Charaktere. Die Geschichte spielt in den 1930er Jahren und handelt von einer ehemaligen Schauspielerin, die sich in einen Filmregisseur verliebt. Die Unmittelbarkeit der Fotografien zeigt die Charaktere in einer Mischung aus Freude, Grausamkeit und Humor. Das ursprüngliche Kunstwerk wurde als 82 Szenen umfassendes Storyboard inszeniert, das wie ein kurzer Film im Ausstellungsbereich positioniert wurde. Im Jahr 2000 hat Sherman von 17 ihrer Charaktere neue Schwarz-Weiß-Abzüge angefertigt.
Bus Riders 1976-2000 wurde ursprünglich für die erste Foto-Bus-Ausstellung im Metro-Bus 535 konzipiert und zeigt alltägliche Charaktere, die Bus fahren. Shermans Detailarbeit bewegt uns dazu, uns mit ihrer Geschichte auseinanderzusetzen. Mithilfe verschiedener Gesichtsausdrücke und Posen erzeugt sie eine Unverwechselbarkeit der Charaktere. Die Verbindung von Film (Shermans Studiengang im College) und Performance ist von enormer Bedeutung für die Entwicklung ihrer Art, Geschichten zu erzählen.
Der animierte Film Doll Clothes aus dem Jahr 1975 (entstanden in Shermans Collegezeit) zeigt die Künstlerin in Unterwäsche, während sie verschiedene Kleider anprobiert. Eine übermächtige Hand erscheint im Bild, nimmt die Puppe, zieht sie aus und steckt sie zurück in den Plastikumschlag eines Buches. Die übermächtige Hand steht dabei sinnbildlich für die Gesellschaft und die weibliche Konfrontation mit Themen wie Konformität, Struktur und Identität. Die bahnbrechende Arbeit ist Symbol für Shermans intensive Beleuchtung von Geschlechter- und Identitätsfragen, das auch ihr Schaffen in den Folgejahren prägen sollte.
Photo Credits:
Untitled (Bus Riders I), 1976-2000
© Cindy Sherman
Untitled (Murder Mystery People), 1976-2000
© Cindy Sherman
Doll Clothes, 1975
© Cindy Sherman
Untitled (Bus Riders I), 1976-2000
© Cindy Sherman
Untitled (Murder Mystery People), 1976-2000
© Cindy Sherman
Doll Clothes, 1975
© Cindy Sherman





